Fette und Öle was du darüber wissen solltest

Die Wirkung von Fetten und Ölen aus westlicher und traditionell chinesischer Sicht.

Folgende Fette kannst du verwenden aber Zurückhaltung in der Menge.

  • Überwiegend gesättigten Fette (bei niedrige Verfestigungstemperatur weist auf einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren hin)
  • Gesättigte Fettsäuren liefern viel Energie und geben Stabilität.
  • Sie werden vom Körper für Energie und Fettreserven verwendet.
    Größere Mengen der tierischen Variante, in Verbindung mit Salz, wird im Körper zum LDL Cholesterin (schlechte Cholesterin) aus TCM Sicht „Feuchte Hitze oder TAN“ und kann zum Arteriosklerose führen.
  • Tierischer oder pflanzlicher Herkunft

Verwendung: Gut zum Kochen und zum heiß Braten

Hierzu gehören:   Butter, Butterschmalz, Ghee, Kokosöl,

Bei Kokos unbedingt auf nachhaltigem Anbau, auf Bio Qualität achten!

Der Grund ist bei konventionellen Anbau eingesetzten Pestizide sind praktisch alle fettlöslich und finden sich deshalb im Öl wieder.

 Aus Sicht der TCM haben Butter und Butterschmalz, Ghee,  und folgende Wirkung:

  • Yin und Qing nährend
  • Blut nährend (trockene, rissige Haut)
  • Trockenheit befeuchtend
  • Darm befeuchtend bei Verstopfung

Hilft bei:  Auszehrung und Erschöpfung,  Gewichtsverlust, trockene Haut, Verstopfung aus innere Trockenheit heraus

ACHTUNG!
Beim Frittieren und scharfen Anbraten nehmen Öle und Fette eine heisse thermische Wirkung an. Bei einer Schwäche der Mitte , bei Nässe- Hitze oder Schleim Problemen sollten Frittierte Speisen sowie erhitze Öle und Fette gemieden werden. (erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, entzündliche Krankheiten im Verdauungstrakt, Arteriosklerose)

 

Diese Fette solltest du täglich mind. 3 EL zu dir nehmen:

  • Überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren

Verwendung: Gut für warme und kalte Küche, zum Schmoren und kurz anbraten aber nicht zu heiß backen oder braten.

            Native oder kaltgepresste Öle

Werden Samen, Kerne oder Früchte einer Pflanze ohne Wärmezufuhr ausgepresst, bezeichnet man die Öle als «nativ» oder «kaltgepresst». Ihr Vorteil ist die hohe Qualität: Durch die schonende Gewinnung bleiben Geschmackstoffe, Vitamine und die als gesund geltenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhalten. «Diese Öle haben ein typisches, natürliches Aroma.

Ein Nachteil ist die geringe Hitzestabilität. Wenn das Öl anfängt zu rauchen, können sogar gesundheitsschädliche Substanzen entstehen.

Die fettlöslichen Vitamine A D E K sind reichlich in Ölen und Fetten enthalten. Als Faustregel gilt, je höher ungesättigt das Öl ist, desto mehr Vitamine enthält es vor allem Vit E.


Wirkung der einfach ungesättigten Fettsäuren aus Sicht der TCM: 

  • stärken Nieren-, Leber-, Herz- und  Milz Yin
  • nährt das Blut,
  • kann Nässe Hitze ausleiten oder transformieren und
  • Hitze eliminieren
  • Qi tonisieren


Folgende Öle oder Fette welche nur in der kalten Küche verwendet werden sollen und die Entzündungen (Feuchte Hitze, Schleim Hitze), Toxine, Schlacke, TAN  im Körper reduzieren können sind:

OLIVENÖL aus Erstpressung - Kaltpressung ( extra Vergine)

Leinöl, Chiaöl, Hanföl, Rapsöl, Walnussöl aber auch Fischöle, Kürbiskernöl, Sojaöl usw.

 

Wenn das Fett folgende Punkte enthält, solltest du die Finger davon lassen:

  • Das Fett bei Zimmertemperatur fest
  • Es enthält teilweise gehärtete Fette
  • Es wird im Kühlschrank fest oder milchig
  • Es ist nicht kaltgepresst

 

Hierzu gehören:  Margarine, Palmfett, Öle auch Olivenöl welche aus heißer Pressung aus dem Überbleibsel gewonnen werden. („ideal zum Kochen und Braten“)

 

Nachfolgende Öle solltest du aus westlicher Sicht eher meiden und selten verwenden:

  • Überwiegend mehrfach ungesättigte Fette (kurzkettig und haben ein schlechtes Omega 3/6 Verhältnis und erhöhen dadurch das Entzündungen im Körper. Kleine Mengen sind unbedenklich.

 

Verwendung:  sowohl kalte Küche als auch zum heißen Braten und Backen


Hierzu gehören:  Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Distelöl, Arganöl und zum Teil und Traubenkernöl

Warmpressung und Extraktion mit Lösungsmitteln ermöglichen deutlich höhere Ausbeute aus der Pflanze, allerdings muss das so gewonnene Öl hinterher «raffiniert», also von unerwünschten Begleitstoffen gereinigt werden. Das zerstört neben Vitaminen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch das Aroma. «Raffinierte Speiseöle sind nahezu geschmacksneutral»,